Optische Koheränztomographie (OCT)

Was macht ein OCT?

Ein OCT (Optische Kohärenztomographie) liefert absolut berührungslos optische Querschnitte von der Netzhaut. Es gelingt eine annährend histologische Darstellung der verschiedenen Schichten der Netzhaut am lebenden Auge und eröffnet damit eine neue Dimension der Diagnostik, Indikationsstellung zur Therapie und Verlaufskontrolle bei verschiedenen Netzhauterkrankungen.

Was ist am REVO NX 130 – OCT (EyeTec) besonders?

Das REVO NX 130 – OCT ist mit 130.000 Laserscanns pro Sekunde das derzeit schnellste OCT am Markt. Hierdurch wird die Untersuchungszeit verkürzt und vor allem die Aufnahmequalität erhöht.

OCT der Netzhaut mit Darstellung der einzelnen Schichten

Wann ist eine OCT-Untersuchung sinnvoll?

Die häufigsten schwerwiegenden Erkrankungen des Augenhintergrundes gehen mit Strukturveränderungen der mehrschichtigen Netzhaut einher. Diese Erkrankungen möglichst genau festzustellen und zu verfolgen ist die Aufgabe moderner apparativer Diagnostik in der Augenheilkunde. Für u.a. folgende Netzhauterkrankungen kann die OCT-Technik hilfreich sein:

Makuladegeneration:

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kommt es zu Strukturveränderungen, die sehr genau mit der OCT dargestellt werden können. Man sieht z.B. bei der feuchten Form genau, in welcher Schicht eine Ansammlung von Flüssigkeit erfolgt. Diese Information ist unter anderem zur Indikationsstellung und Verlaufskontrolle bei Medikamentenapplikationen in den Glaskörper von grosser Wichtigkeit.

Diabetische Retinopathie:

Bei dieser Erkrankung kann es neben einer Durchblutungsstörung zu einer Flüssigkeitseinlagerung in die Netzhaut kommen. Durch die optische Kohärenztomographie (OCT) kann die Menge der Flüssigkeit und die genaue Lokalisation gemessen werden. Dies ist zweckmässig vor bestimmten Augenoperationen oder Laserbehandlungen. Auch zur Indikationsstellung und zu regelmässig erforderlichen Verlaufskontrollen von intravitrealen Medikamentenapplikationen in den Glaskörper bei zentralem diabetischem Makulaödem ist diese Untersuchung unerlässlich.

Makulaödem bei Venenverschlüssen:

Ähnlich wie bei diabetischem Makulaödem kann auch ein Makulaödem bei Venenverschlüssen durch wiederholte Medikamentenapplikationen in den Glaskörper behandelt werden. Auch hier gilt das OCT als nicht invasive Untersuchungstechnik insbesondere für die Verlaufskontrollen.

Makulaödem nach Katarakt-Operationen:

Nach einer Katarakt-Operation kann es ebenfalls zu einem Ödem in der Netzhaut kommen. Durch eine OCT – Untersuchung kann dies frühzeitig diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Bevor es zu einer deutlichen Reduktion der Sehschärfe kommt, kann frühzeitig eine Therapie veranlasst werden.

Andere Netzhauterkrankungen:

Bei anderen Erkrankungen der Netzhautmitte z.B. Makulaloch oder epiretinale Gliose liefert die optische Kohärenztomographie (OCT) wichtige Informationen darüber, ob ein operativer Eingriff angezeigt ist.

Wer trägt die Kosten?

Diese Untersuchung gehört nur bei der feuchte Makuladegeneration zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse und nur wenn zusätzlich eine spezielle Therapie (IVOM – Intravitreale operative Medikamenteneingabe) erfolgt. Von den privaten Krankenkassen werden die Kosten übernommen.